Konzept

Größere Gebäude oder Anlagen sind heutzutage immer häufiger mit Brandmeldeanlagen oder anderen sicherheitstechnischen Anlagen ausgestattet. Diese Anlagen steuern Bauteile und Komponenten, die im Brand- oder Gefahrenfall dafür sorgen sollen, das Menschen diese Gebäude oder Anlagen schnell und sicher verlassen können und gleichzeitig Hilfe, wie zum Beispiel direkt die Feuerwehr alarmiert wird. Zusätzlich können Brandmeldeanlagen aber auch weiter Aktionen auslösen, um einen Brand einzudämmen, ihn zu löschen und eine Gebäudeevakuierung einzuleiten. So können zum Beispiel Schächte und Türen geschlossen werden , damit sich der Rauch nicht im ganzen Gebäude verteilt. Gleichzeitig können Fluchtwege geöffnet werden.

Bei der Planung muss also der Brandschutzplaner sich genau überlegen, zu welchem Sensor er welche Aktoren auslösen möchte. In einem mittelmäßig komplexen Gebäude kann dies schnell einmal mehrere 10.000 Verknüpfungs-möglichkeiten oder sogar mehr umfassen.

Dieser Prozess wird traditionell wandgroßen Tabellen durchgeführt, die mit einem Tabellenkalkulationsprogramm oder einfachen Datenbanken erstellt werden. Die Ingenieure müssen sich dann vorstellen, wo ein Sensor liegt und dann in der Tabelle alle sinnvollen Verknüpfungen markieren. Fehler kann man in so einer Darstellung fast überhaupt nicht entdecken. Selbst wenn ein Sensor gar nichts auslöst ist dies nur sehr schwer zu erkennen.

Um dieses Problem zu vermeiden wurde Telani entwickelt. Telani ist eine Windows-Anwendung mit graphischer Eingabe, die diesen Prozess stark vereinfacht:

Pläne des Gebäudes werden in Telani geladen und darauf dann direkt Symbole für Aktoren und Sensoren dort im Plan platziert, wo sie sich im Objekt befinden. Einen Teil der Verknüpfungen dieser Sensoren und Aktoren nimmt unser Programm schon beim Einfügen auf Basis normenkonformer Verknüpfungs-standards vor. Änderungen und individuelle Anpassungen sind dabei stets möglich, der Benutzer kann durch einfaches anklicken der Symbole auf dem Plan weitere Verknüpfungen selber erstellen, oder diese wieder entfernen.

Wird in der Software ein virtueller Sensor ausgewählt, kann man direkt auf dem Plan sehen, welche Aktoren ausgelöst werden bzw. umgekehrt, da die Verknüpfungen direkt visualisiert werden.

Zusätzlich lässt sich das Gebäude in verschiedene Brandschutzzonen einteilen, die ebenfalls über grafische Eingabe definiert werden können und direkt auf dem Bildschirm angezeigt werden. Das Programm erlaubt zudem die objektorientierte Eingabe weiterer wichtiger Informationen über alle beteiligten Komponenten.

Telani überprüft dabei wichtige Regeln automatisch im Hintergrund, zum Beispiel ob eine Brandschutztür auch angesteuert wird. Ist dies nicht der Fall, so wurde diese Schaltfunktion bei der Eingabe wahrscheinlich vergessen. Hier unterstützt Telani den Fachmann bei der Eingabe mit entsprechenden Prüfalgorithmen.

Derart komplexe Brand- oder Gefahrenmeldesysteme mit ihrer Peripherie müssen in der Regel nach VDI 6010 von Sachverständigen entweder vollständig, oder mindestens teilweise bei der Abnahme und Wartung getestet werden. Für die hier geforderten Wirkfunktionsprüfungen und Vollprobetests werden Prüfbücher erforderlich, die durch Telani automatisch mit wenigen Klicks erstellt werden können. Durch die Verwendung dieser Prüfbücher wird der Prüfvorgang deutlich vereinfacht und beschleunigt.

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